Vietnam Südostasien 2007


Die Fahrt nach Hue (Vietnam) im „VIP“ Bus startete pünktlich.

Von Laos nach Vietnam

VIP in diesem Fall war zu viel gesagt. Wir waren nachher fünf Langnasen in diesem Bus, der alles andere als VIP aussah: Die Sitzreihen waren mit Säcken vollgestopft und verwunderlicher Weise hielt der Bus sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen – wie ich später erfuhr nicht ohne Grund – er war komplett überladen, aber nicht mit Fahrgästen. Auf unserer Fahrt in Richtung vietnamesischer Grenze wurden wir mehrfach von der Polizei angehalten. Jedes mal stieg die Mutter im Bus aus und kurz darauf war das Problem mit der Weiterfahrt geklärt. Gegen vier Uhr in der Früh erreichten wir die Grenze. Hier wurden wir Langnasen gebeten den Bus zu verlassen, um die Grenzmodalitäten für ein kleines Entgeld (5 USD) erledigen zu lassen. Wir wurden in ein Haus geführt, wo zwei bis drei offiziell aussehende Personen saßen und unsere Pässe haben wollten. Hmmm…wir sahen keine Grenze, es war mitten in der Nacht, wer gibt einem Unbekannten, da seinen Pass? Wir waren beharrlich und behielten unsere Pässe, nicht zur Freude der Anwesenden. Als es 8 Uhr wurde, fuhr unser Bus weiter und wir konnten problemlos in Vietnam einreisen.
Nach einiger Zeit auf vietnamischer Seite stoppte der Bus. Wir hatten eine Pause und der Bus wurde entladen. Es sah aus, wie tonnenweise Tierfutter. Nach dem der Bus leer war, fuhr der Fahrer wieder so, wie man es erwartete.
In Hue angekommen, suchte ich mir ein Hotel und checkte ein. 7USD die Nacht und ich hatte Warmwasser und einen Fernseher – welch ein Luxus.

Hue

Hue (Vietnam) Die alte Kaiserstadt

Hue – die alte Kaiserstadt – einen Tag brachte ich hier zu, um die alten Kaisergräber – große Grabanlagen, die noch zu Lebzeiten errichtet wurden – zu erkunden. Am nächsten Abend ging es mt dem Nachtbus inklusive Betten – schon wieder Luxus – nach Nha Trang.

Nha Trang

Nha Trang…die Stadt der Easy Riders – ein Konzept entwickelt für die Touristen. Motorradtouren führen einen in das Umland und nach Absprache auch bis zum nächsten Reiseziel. Anfänglich, empfand ich das Konzept als interessant. Nach dem ich aber innerhalb von drei Stunden nach meiner Ankunft sechs Mal relativ penetrant auf diese Fahrten angesprochen wurde, sank mein Interesse. Von Nha Trang bleibt – bis auf den Sailing Club, das Check Point Charly – ein Restaurant eines alten Kreuzberg 36er Punks – und die Easy Rider – kein bleibender Eindruck.
Einige Tage später verliess ich mit dem Nachtbus Nha Trang in Richtung Saigon.

Saigon und das Mekong Delta

Morgens um 6Uhr hielt unser Bus. Ich war ausgeschlafen und voller Tatendrang. Doch erst mal ging es darum, ein Zimmer zu finden. Nach mehreren Räumen ohne Fenster mit stickiger Luft für – in meinen Augen – überhöhte Preise fand ich einen Hotel mit einem freien Zimmer in der vierten Etage und Terrasse mit Blick über Saigon, günstiger als die vorherigen Angebote. Die nächsten Tage erkundete ich die Stadt oder brachte die Händler mit meinen vietnamesischen Verhandlungsgeschick zur Weißglut.
Floating MarketMein nächstes Ziel nach Saigon sollte Phu Quoc sein. Um dort hinzugelangen, nutzte ich die Angebote örtlicher Reiseunternehmen und buchte eine Tour ins Mekong-Delta nach Kan Tho. Mekong Delta touristic tourIn My Tho bot sich die Möglichkeit die Floating Markets zu besuchen. Es war nett…naja touristisch. Da ich weiter in Richtung Süden wollte und es eine Spanierin auch nicht sofort zurück nach Saigon zog, blieben wir in My Tho. Am nächsten Tag liehen wir uns ein Mofa und fuhren in Mitten der Rush-Hour zu einem kleineren weiter entfernten Floating Market. Die Tour war für europäische Verhältnisse der Wahnsinn. Überall auf den Straßen Schulkinder, in Ihrer Schuluniform, zu fünft nebeneinanderfahrend, der morgentliche Berufsverkehr…nach 45 Minuten kamen wir an. Der Floating Market war klein, nicht touristisch und überschaubar. Wir waren die einzigen Langnasen und somit die Attraktion dort. Gegen 10 Uhr verliessen wir den Platz wieder und fuhren, diesmal auf leeren Straßen, zurück zum Hotel. Von dort ging es direkt zum Busbahnhof, weiter nach Rach Gia, um dann die Fähre nach Phu Quoc zu nehmen.

Timing ist alles – oder eher Glück – Weiter auf die Insel Phu Quoc

Phu QuocAls ich den Busbahnhof erreichte, fuhr mein Bus – zufällig – gerade ab. Angekommen in Rach Gia ging es gleich weiter zur Fähre – die letzte legte auch 30 Minuten später ab. Am Abend lag ich bereits vor meiner Bambushütte am Strand von Phu Quoc. Die nächsten vier Tage entspannte ich am Strand bei Massagen und absolvierte ein Kulturprogramm. Eine bekannte vietnamesische Band trat auf der Insel auf. Dies war eine willkommene Abwechslung zu der weihnachtlichen Musik, die überall gespielt wurde. – Es gab wohl eine CD für alle Restaurants auf der Insel.
Am 25. Dezember flog ich wieder zurück nach Deutschland, um den 2. Weihnachtsfeiertag mit der Familie zu verbringen.