Thailand Reiseknigge und Hintergrund Infos zu Thailand 8


Viele Touristen ignorieren die kulturellen Unterschiede und denken gar nicht daran, sich an die Gegebenheiten vor Ort zumindest ein wenig anzupassen. Bei mir kommt oft Fremdscham auf, wenn ich sehe, wie andere Traveler – jeden Alters übrigens – sich wie „Kultur – Vollidioten“ benehmen.

Thailand Reiseknigge und Hintergrund Infos zu Thailand

Prinzipiell werden Ausländer (Farangs) in Thailand meist als neutral betrachtet, da sie nicht Teil der Gesellschaft sind. Trotzdem sollten Reisende wenigstens ein paar Verhaltenstipps beachten, um nicht negativ aufzufallen. Leider sind wir in touristischen Gegenden schon so weit, dass man bei Beachtung der Tipps schon ausgesprochen positiv auffällt. Daher in Folgenden: Thailand Reiseknigge und Hintergrund Infos. Die Hintergrundinfos sollen dabei helfen, die Traditionen auch zu verstehen.

Begrüßung in Thailand – der Wai

Das typische Begrüßungsritual ist der Wai. Dabei werden die Hände vor der Brust zusammengelegt und man verbeugt sich. Diese Form der Begrüßung zeugt von Respekt. Teils bedankt sich in Thailand auch so oder bittet um Entschuldigung. Dazu wird die Begrüßungsformel Sawadee kha (bzw. Sawadee khab bei Männern) gesprochen. Je höher die Stellung des Gegenüber, desto höher wandern auch die Hände. Höhergestellt sind ältere Menschen, Mönche oder Personen, denen ein gewisser Reichtum und Ansehen unterstellt wird. Allerdings gilt es nicht als gute Umgangsform, wenn man als Ausländer den Wai nutzt. Das liegt wiederum daran, dass man als Ausländer praktisch ohne sozialen Status in Thailand ist. Oft kennen die Thailänder auch unsere Begrüßungsform des Händeschüttelns.

Kleidung in Thailand

Thailänder lieben gute und angemessene Kleidung. Die Art, wie viele Touristen herumlaufen, gilt als äußerst unschicklich und ärmlich, oft auch als respektlos. Kurze Bekleidung und Sandalen werden am Strand toleriert, aber mit einer gewissen Verachtung betrachtet. Speziell beim Betreten von Tempeln und anderen heiligen Stätten muss man aber darauf achten, Schultern, Oberarme und Beine zu bedecken. Unbedeckt einen Tempel zu betreten, stellt eine sehr große Respektlosigkeit dar. Selbst beim Baden im Wasserfall sollte auf entsprechende Kleidung geachtet werden.

Hintergrund: Bedeckung oder angemessene Kleidung ist ein Zeichen von Respekt, dass gilt für alle Religionen weltweit. Auch eine christliche Kirche z.B. in Italien, darf man nur mit langer Kleidung betreten.

Tabu Themen

Kritik am thailändischen Staat, am Buddhismus, an den Mönchen, vor allem aber am Königshaus, sind absolute Tabuthemen. Überhaupt liebt man übermäßig kritische, tiefsinnige Diskussionen nicht besonders. Man pflegt lieber das heitere, amüsante Gespräch. Der Tod ist jedoch ein Thema, mit dem man sehr ungezwungen umgeht und absolut kein Tabu. Man scheut sich auch keineswegs, anderen sehr persönliche Fragen nach dem Alter, Familienstand oder Einkommen zu stellen.

5ter Dezember

Am 5ten Dezember ist der Geburtstag des Königs. An diesem Tag herrscht absolutes Alkoholverbot im ganzen Land. Verstöße können mit Gefängnis bestraft werden. Generell verfügt das Königshaus über extrem hohes Ansehen bei den Thais. Wer es beleidigt oder kritisiert, riskiert Ächtung, Geld- oder Haftstrafe bzw. einen Landesverweis.

Noch mehr Tabus!

Es gilt in Thailand als unhöflich, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Hintergrund: In früheren Zeiten zeigten nur Herrscher mit dem Finger auf ihre Sklaven. Noch heute gilt dieses Zeichen als Respektlosigkeit der betreffenden Person gegenüber und degradiert sie zu einem „niederen Menschen“. Zudem verabscheuen es die Thais, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Der Fingerzeig, der sie etwa aus einer Gruppe von Leuten heraushebt, ist Anlass zu Peinlichkeiten.

Auch die nackten Fußsohlen sollten nie in Richtung seines Gegenübers deuten. Sie gelten als unreiner Körperteil. Als heilig gilt hingegen der Kopf, denn der Kopf ist Sitz der Seele und darf üblicher Weise nicht berührt werden. Die gilt auch für den Kopf von Kindern. Ausgenommen von dieser Regel sind Barbiere, Ärzte usw…

Beim Betreten eines Wohnhauses ist es höflich, seine Schuhe auszuziehen. Selbst ärmliche Behausungen sind ohne Schuhwerk zu betreten. Wer auf die Türschwelle tritt, beleidigt die dort wohnenden Geister (das gilt für fast ganz Asien).

Hintergrund: Animismus oder Geisterglaube ist in Thailand seit den vor-buddhistischen Zeiten bis heute weit verbreitet. Geister leben überall, in Bäumen, Höhlen, Seen, da sind sich Thailänder sicher. Fast jedes thailändische Schiff hat am Bug Blumengirlanden, mit denen die Wassergeister geehrt werden. Mit bunten Schärpen umwickelte Bäume signalisieren im ganzen Land: Hier wohnt ein Geist. Auch in Taxis sollen Amulette und Minialtäre für Schutz sorgen. Viele Thais tragen ein Amulett – oder haben eine Schutz verheißende Tätowierung. Um böse Geister loszuwerden, muss ein Mo Phi – meist ein Mönch – herangezogen werden, ein Geisterdoktor, der über Palang Chit verfügt, die Kraft des Geistes, mit der er die bösen Geister vertreiben kann. Die Geisterhäuschen – thailändisch San Phra Phum – demonstrieren am deutlichsten, wie konkret der Geisterglaube im thailändischen Alltagsleben verwurzelt ist. Sie stehen an fast jedem Privathaus, an öffentlichen Gebäuden, Einkaufszentren, Autohäusern, Banken, Versicherungen und Fabriken. Der Hausgeist mit seiner Familie wohnt dort, schützt die Anwesen und ihre Bewohner, die ihm tägliche Opfergaben darbringen.

Mehr über Geister unter: http://www.clickthai.de/Kultur/Mythen/Geister/geister.html

Temperament

Jede Form der Unbeherrschtheit, etwa in Form des ständigen Nörgelns über alles und jeden, des öffentlichen Austragens von Konflikten oder eines Wutausbruchs, führt unweigerlich zu einem Ansehensverlust der betreffenden Person. Die buddhistische Lehre fordert in jeder Lage eine maßvolle Reaktion. Schreiende Menschen werden als „Narren“ angesehen – man meidet sie. Besonnen zu bleiben, nicht die Fassung zu verlieren, Selbstkontrolle zu praktizieren sind hohe Persönlichkeitsideale der thailändischen Lebenswelt. Sollte ein Westler – wie häufiger zu beobachten – emotional entgleiten oder gar einen Wutausbruch erleiden, so wird man hierauf in der Regel mit einem verlegenen Lächeln reagieren und solches Verhalten als mangelnde Fähigkeit zur Selbstkontrolle erleben. Vermutlich regen sich gar Bedauern und Mitleid.

Essstäbchen nicht senkrecht in den Reis stecken

Senkrecht in den Reis gesteckte Essstäbchen erinnern in Asien an Räucherstäbchen, die für Verstorbene angezündet werden. Stäbchen sollte man immer neben der Schale ablegen und nicht quer über die Schale legen. Sollte es doch Besteck geben, gibt es normalerweise keine Messer. Der Löffel wird in der rechten, die Gabel in der linken Hand gehalten. Den Löffel führt man zum Mund. Die Gabel ist wie ein Messer zu benutzen. Trinkgeld Trinkgelder werden in einfachen Restaurants und an Ständen nicht erwartet. Bei Einrichtungen höherer Kategorie sollte jedoch ein Trinkgeld gegeben werden. Wer dies nicht tut, wird als geizig bezeichnet. Als Richtwert kann von 10% des Rechnungsbetrages ausgegangen werden.

Es gibt kein Nein

Eine direkte Verneinung einer Frage oder die direkte Zurückweisung einer Bitte vermeidet man in Thailand. Stattdessen reagiert man mit einem Lächeln. Daraufhin auf seinem Anliegen zu beharren, wäre eine nicht angemessene Reaktion. Wenn in einem Satz das Wort „Problem“ auftaucht, dann gibt es meist auch eins! Sätze wie: No Problem! Sind daher mit Vorsicht zu genießen.

Religion

Die Religion ist wie überall Teil der Kultur, daher nun zum Buddhismus und den entsprechenden Verhaltensweisen! Was machen Mönche, was ist Buddha und welche Bedeutung haben Farben in Thailand? Eine kleine Übersicht über die religiöse Kultur in Thailand.

Religiöse Fettnäpfchen

Die dominierende Religion ist der Buddhismus. Ihr Glaube ist den Thais sehr wichtig. Touristen sollten Respektlosigkeiten gegenüber religiösen Symbolen, wie Buddha-Statuen, unbedingt vermeiden. Auch beim Souvenir-Kauf sollte man vorsichtig sein: Buddhas dürfen in der Regel nur mit der Zustimmung des Fine Arts Department ausgeführt werden, d.h. wenn man ein Buddha versucht auszuführen kann es am Zoll zu bösen Überraschungen kommen.

Hintergrund: Thailänder glauben, dass wir die Buddhas auf die Toilette oder auf den Couchtisch stellen und nicht mit Respekt behandeln, womit sie größten teils auch Recht haben. Ein Buddha ist aber heilig und muss erhöht stehen – man darf nicht auf ihn herabblicken- und auf keinen Fall an solchen Orten wie dem Badezimmer. Um einer Entweihung vorzubeugen, verbieten sie einfach die Ausfuhr komplett.

Am meisten stößt den Thailändern aber die Unsitte auf, sich Buddha eintätowieren zu lassen. «Der menschliche Körper ist schmutzig», heißt es auf Flugblättern. «Das Bildnis Buddhas sollte nicht in Form eines Tattoos auf etwas so unreinem wie dem menschlichen Körper präsentiert werden.» Ich kann den Ärger der Gläubigen darüber, dass die allgemeine Banalisierung, Instrumentalisierung und Kommerzialisierung nicht einmal vor Buddha haltmacht verstehen.

Mönche

Wie in den meisten Theravada-Ländern zeigt sich der Buddhismus in Thailand hauptsächlich in der Präsenz buddhistischer Mönche, die an Zeremonien mitwirken und für die Bewahrung und die Vermittlung der Lehre Buddhas verantwortlich sind. Buddhistische Mönche erkennt man sofort an den orangefarbenen Roben und kahl rasierten Köpfen. Von jedem männlichen Thai wird erwartet dass er 2 bis 3 Monate im Leben im Kloster verbringt, um dort als Mönch zu leben und durch die Vermittlung der Lehre Buddhas das Meditieren zu erlernen. Dies geschieht traditionellerweise in der Regenzeit. In vielen Buddhistischen Ländern ist es üblich, dass sich Kinder – d. h. Jungen – als Novizen ordinieren lassen. Das klingt für unser europäisches Verständnis vielleicht erst einmal grausam oder traurig.

In Thailand, Laos, Kambodscha und Myanmar ist dies jedoch eine recht positive Angelegenheit. Die Kindermönche sollen nur 10 Lebensregeln – statt der 227 der voll ordinierten Mönche – einhalten: Nicht töten, nicht stehlen, sexuelle Abstinenz, keine Lügen, Drogen und Alkohol vermeiden, nach 12 Uhr mittags nicht essen, keinen “weltlichen” Vergnügen nachgehen, sich nicht schmücken, nicht in besonders hohen oder großen Betten schlafen, kein Geld annehmen. Trotz der festen Regelung des Tagesablaufs bleibt Zeit zum Spielen. Das Leben der Jungen ist vergleichbar mit dem in Internaten. Ganz anders als bei christlichen Mönchen kann im Buddhismus die Entscheidung zur Ordination jederzeit widerrufen werden. Das gilt auch für die Kinder. Kleidung, Essen und eine Grundschulausbildung sind ihnen garantiert. Viele Familien, vor allem auf dem Lande, sind so arm, dass es gerade zum Überleben reicht. Die Klöster erfüllen somit eine wichtige soziale Funktion. Ich möchte an dieser Stelle den wunderschönen Film, eher die Dokumentation: „buddha`s lost children“ empfehlen.

Verhalten von Frauen gegenüber Mönchen

Es ist Mönchen verboten, eine Frau zu berühren. Daher sollte eine Frau sie niemals nötigen, etwas aus ihrer Hand zu nehmen. Kommt es zu einer Berührung muss sich der Mönch einer rituellen Waschung unterziehen. Zögern Sie nicht, einem Mönch Ihren Platz anzubieten. Häufig sind auch Plätze extra für Mönche reserviert, z.B. die letzte Reihe in Bussen. Sitzen Sie als Frau neben dem einzigen freien Platz, erheben Sie sich und ermöglichen es dem Mönch so, sich zu setzen. Andernfalls kann der Mönch den Platz nicht in Anspruch nehmen.

Hinweis: Nach meinen Gesprächen mit zahlreichen Mönchen kann ich folgendes weitergeben: Mönche freuen sich keineswegs über Touristen, die ihnen bei ihrem morgendlichen Bettelgang Speisen anbieten. Sie fühlen sich als Touristenattraktion missbraucht und können mit der Situation nur schlecht umgehen, da sie eigentlich keine Speisen von Andersgläubigen annehmen dürfen. Tempel können jederzeit gerne in entsprechender Kleidung besucht werden. Wenn man wirklich etwas für die Gemeinde tun möchte, sollte man eine Geldspende im Tempel hinterlassen. Viele Mönche führen gerne längere Gespräche mit Ausländern, um ihr Englisch aufzubessern und weil es sie einfach interessiert, wie wir leben. Man sollte aber die Mönche nicht zu einem Gespräch zwingen. Wollen sie Kontakt aufnehmen, kommen sie in der Regel auf einen zu, sogar auf Frauen. Dies aber nur wenn diese lang und ohne Ausschnitt gekleidet sind.

Was ist Buddha?

Buddha selbst ist ein im Buddhismus fest verankertes Wesen. Fälschlicherweise meinen Religionsfremde, Buddha sei ein Mensch der vielen Menschen als „dickliche“ Statue bekannt ist. Buddha ist viel mehr das Ergebnis lebenslanger Praktizierung des Glaubens, wobei selbst das Glauben an sich keine Gewissheit liefert, dieser Erfahrung einmal Teil werden zu dürfen. Buddha ist die Erfahrung das Nirvana schon zu Lebzeiten zu erreichen, der Kreislauf der Reinkarnation ist abgeschlossen. Die vollkommene Reinheit und Kraft, sowie absolute Entfaltung des Potenzials des Wesens ist somit erlangt. Der praktizierende Buddhist ist „erwacht“. Die Buddha-Erfahrung wird nur sehr wenigen zu Teil. Ein Zeitalter, indem es einen Buddha gibt, gilt als „glückliches Zeitalter“.

Der Name des berühmtesten Buddhas lautet im Übrigen: Siddhartha Gautama

Die thailändische Zeitrechnung beginnt mit dem Todesjahr von Siddhartha Gautama (544 v. Chr.) Die Abkürzung B.B.E. (Before Buddhist Era) wird für Jahresangaben vor der Buddhistischen Zeitrechnung verwendet (z. B. Geburt des Siddhartha Gautama 80 B.B.E).

Farben

Farben haben in Thailand noch eine besondere Bedeutung. Das gilt hauptsächlich für schwarz und weiß. Diese sollte im normalen Leben nie einheitlich getragen werden. Kleidung in uni weiß oder uni schwarz wird nur zur Einäscherung von Toten getragen. Sie gelten als die Farben des Todes. Die Farbe Seiner Majestät König Bhumibol Adulyadej ist gelb. Der Monarch wurde an einem Montag geboren und die Farbe des ersten Tages der Woche ist gelb. Wenn Thailänder also an einem Montag gelbe Kleidung tragen, drücken sie damit ihre Verehrung dem König gegenüber aus. Doch auch alle anderen Wochentage sind in Thailand Farben zugeordnet.

Der Dienstag ist rosa, der Mittwoch grün, der Donnerstag orange, am Freitag trägt man blau, am Samstag lila und am Sonntag rot.

Das Ganze wird auf die hinduistische Mythologie zurückgeführt, in der jedem Gott jeweils ein Planet, eine Farbe und ein Wochentag zugeordnet wurde. Eine alte Tradition, die aber immer noch von manchen Thais gepflegt wird. Jedem Wochentag ist außerdem eine Buddha-Statue mit einer bestimmten Handhaltung (Mudra) zugeordnet, da in alten Zeiten angenommen wurde, dass einige Ereignisse im Leben des Buddha an bestimmten Tagen der Woche stattfanden.

Sonntag (Thai: Wan Arthit) Buddha in Achtsamkeit

Gestalt: Der Buddha steht achtsam, die rechte Hand über die linke auf den Oberschenkeln platziert. Seine Augen sind geöffnet.

Planet: Der zugeordnete Planet ist die Sonne.
Tagesfarbe: Rot
Zugeordnete Gottheit: Surya

Montag (Thai: Wan Djan)
Buddha wendet Übel und Krankheit ab

Die Gestalt: Der Buddha steht, die rechte Hand (manchmal auch beide Hände) in Brusthöhe haltend, die Handflächen nach außen in der Geste der Abwendung von Übel.

Planet: der zugeordnete Planet ist der Mond.
Tagesfarbe: Gelb
Zugeordnete Gottheit: Chandra

Dienstag (Thai: Wan Angkarn)
Der liegende ruhende Buddha

Gestalt: Der Buddha ist hier auf seiner rechten Seite liegend dargestellt. Sein linker Arm liegt den Körper entlang. Der rechte Arm dient als Kopfkissen und die rechte Handfläche unterstützt seinen Kopf.

Planet: der zugeordnete Planet ist Mars.
Tagesfarbe: Pink
Zugeordnete Gottheit: Mangala

Mittwoch Morgen (Thai: Wan Put Don Chau)
Buddha mit der Almosenschale
Gestalt: Der Buddha steht hier mit beiden Händen die Almosenschale haltend.
Planet: der zugeordnete Planet ist Merkur.
Tagesfarbe: Grün
Zugeordnete Gottheit: Budha (nicht Buddha)

Mittwoch Abend (Thai: Wan Put Don Yen)

Gestalt: Der Buddha sitzt hier in westlicher Art, die linke Hand auf dem Oberschenkel, die rechte Hand auf dem Knie. Diese Haltung wird nicht immer so dargestellt (s. oberstes Foto)

Planet: der zugeordnete “Planet” ist Rahu.
Tagesfarbe: Hellgrün
Zugeordnete Gottheit: Phra Kethu (Phra Rahu)

Donnerstag (Thai: Wan Paruhat)
Buddha in der Meditation

Gestalt: Der Buddha sitzt in der Meditations-Haltung; beide Hände liegen locker in seinem Schoß, die Handflächen zeigen nach oben.

Planet: der zugeordnete Planet ist Jupiter.
Tagesfarbe: Orange
Zugeordnete Gottheit: Brihaspati

Freitag (Thai: Wan Suk)
Buddha in Nachdenklichkeit und Ruhe

Gestalt: Der Buddha steht hier in der nachdenklichen Haltung, beide Hände liegen gekreuzt an der Brust, die linke Hand über der rechten.

Planet: der zugeordnete Planet ist Venus.
Tagesfarbe: Blau
Zugeordnete Gottheit: Shukra

Samstag (Thai: Wan Sao)

Gestalt: Der Buddha sitzt in der Meditations-Haltung, beide Hände liegen locker in seinem Schoß, die Handflächen zeigen nach oben. Über ihm spreizt Naga die Haube, um ihn vor dem Regen zu schützen.

Planet: der zugeordnete Planet ist der Saturn.
Tagesfarbe: Purpur
Zugeordnete Gottheit: Shani

Mehr zu den verschiedenen Buddhas und deren Geschichte: http://www.thaipage.ch/autor/stevens/buddhismus/tagbuddha.php

Wer die oben beschriebenen Umgangsformen nicht beachtet, verliert sein Gesicht oder fügt – was noch viel schlimmer ist – einem Thailänder einen Gesichtsverlust zu. Thais, die ihr Gesicht verlieren, neigen nicht selten zur Gewalttätigkeit. Generell gilt, je touristischer der Aufenthaltsort ist, desto weniger wird aufgrund der schlechten Erfahrungen von den Touristen erwartet. Bewegt man sich aber Abseits der Touristenströme, sollte man die oben aufgeführten Dinge beachten, insbesondere sich angemessen lang kleiden. Bei zu kurzer Kleidung (Minirock, Spagettiträger – Shirts…) bleib der Zugang zu den Menschen verschlossen. Niemand wird freiwillig zu solchen Personen Kontakt aufnehmen, außer er möchte etwas verkaufen.

Ein paar Brocken thailändisch sind äußerst hilfreich. Wer nur 3 – 4 Worte mehr als „Bitte“ und „Danke“ sprechen kann, wird warmherzig empfangen, da er sich mit der thailändischen Kultur mehr als die meisten Touristen beschäftigt hat.

Da die Aussprache das Wichtigste ist, hier ein paar Thai Apps für Handy

Samsung: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.codegent.learnthai&hl=de

Apple: http://www.codegent.com/apps/mobile/learn/thai/learn-thai-phrasebook-for-travel-in-thailand/

Hast du noch mehr Verhaltenstipps für Thailand? Welche Erfahrungen hast du auf deiner Reise gesammelt?


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8 thoughts on “Thailand Reiseknigge und Hintergrund Infos zu Thailand

  • Blaufotograph

    Hallo Astrid und Sven,

    ein toller Artikel, vor Allem, dass es noch einmal so gut zusammen gestellt ist. Vieles kannten wir auch schon 🙂 Außerdem haben wir versucht uns danach zu verhalten.
    VG Axel

    • Astrid Eisheuer Post author

      Hallo Axel,

      danke. Ja, es ist nicht immer einfach sich in allen Ländern richtig zu verhalten, aber gesunder Menschenverstand hilft meist schon weiter.
      Wir könnten Geschichten erzählen 😉 Treffen wir zwei im Bikini und Badehose in der Bank…Auf die Frage, wann Sie daheim das letzte Mal quasi nackig in ner Bank waren, kommt nur die Antwort: “Ist halt Urlaub!”

      Ein bisl mehr Anstand sollte auch im Urlaub vorhanden sein.

      VG
      Astrid&Sven

  • tommimh

    Den Beitrag habe ich jetzt mal gespeichert, für uns geht es über Weihnachten zum ersten mal nach Thailand. Da werden diese Tipps noch Gold wert sein.

    LG Thomas

    PS: Ich habe gerade euren Mongolei-Bericht bei uns eingegeben. Er erscheint dann, wie versprochen, am 16.06. auf unserem Blog.

    • Sven Gruse

      Da wünschen wir Euch viel Spaß in Thailand am Strand:-) Jetzt viellicht noch der wichtigste Tip: an der Ostküste ist zu der Zeit Monsun, d.h. Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao können sehr verregnet sein. (Kann aber auch nur einmal nen Tag regenen – bei Monsun weis man ja nie genau)

      Wir hoffen unser Mongoleibericht interessiert einige Eurer Leser 🙂

      Liebe Grüße aus Varanasi
      Astrid und Sven

      • tommimh

        Hi Sven,

        nix mit Strand in Thailand. Bankok und der Nordwesten ist unser Ziel. Eben wegen dem Monsun und dem Sturm an Touristen zwischen den westlichen Feiertagen.

        Euer Bericht wird bestimmt sehr gut ankommen!

        LG Thomas

        • Sven Gruse

          Hallo Thomas,

          da habt Ihr Euch auf alle Fälle ne schöne Gegend ausgesucht! Vielleicht findet Ihr ja doch noch Zeit für ein Abstecher in den Süden an die Westküste. Unsere Lieblingsinsel ist Koh Lanta. Natürlich stürmen hier um Weihnachten auch die Touristen, aber man findet auf der Insel auch ruhige Strände.

          LG
          Sven

          • Lutz

            Hi2all ;o)
            lieben Gruß vom Bubbleman auf Lanta.
            Hast mich ja supertoll erwischt.
            Bin ab Mitte Oktober wieder dort ;o)

            Weinchen beim Pas ?

            LG

            Lutz

          • Sven Gruse

            Hallo Lutz,

            wir sind auch zu 99% auch wieder auf Lanta.
            Deine Bubble-Show zum Sonnenuntergang werden wir uns nicht entgehen lassen.

            Wir freuen uns schon.

            Bis bald beim Pas

            LG AStrid&Sven