Probleme mit unserem Steyr 680 “Loki” 3


Am Morgen vor der Abfahrt in Lesny Dwor checkten wir, wie jeden Morgen, Loki. Ein Keilriemen war locker und eingerissen. Also wechselten wir ihn. Es war leider nicht das einzige Problem, dass wir mit unserem Steyr 680 “Loki” an diesem Tag hatten.

Lässt unser Steyr 680 “Loki” uns im Stich?

Sunset Lesny Dwor

Sunset Lesny Dwor

Der Keilriemen zwischen der Wasserpumpe und dem  Kompressor war locker und eingerissen. Wechseln war angesagt. Unsere Abfahrt nach Krakau verzögerte sich.

Einige Stunden später ließ und uns unser Steyr 680 “Loki” wieder im Stich. Diesmal zum Gefallen der anderern Autos in Mitten einer Baustelle auf der Landstraße. Die Gänge ließen sich nicht mehr schalten. Irgendwie bekamen wir dann doch den ersten Gang rein und konnten uns mit 7km/h aus der Baustelle retten.

Dann ging es wieder los, wir kennen das Spiel mittlerweile: Alles abbauen – erst vorne dann, soweit möglich – hinten und los ging es mit der Fehlersuche. Alles deutete aufs Schaltgestänge hin. Ca. 3 Stunden später und 10 Grad kälter – gab es dann nicht mehr viele Alternativen. Das Wort „Getriebe“ trieb uns den Angstschweiß auf die Stirn. Nachdem es langsam dunkel wurde, sahen wir ein, dass wir uns nun wohl nach einem Fachmann umsehen mussten.

Gott sei dank, standen wir relativ nah an der Autobahn und dort befanden sich Gebäude. Wir klingelten bei der Mautstation – schwarze Hände, schwarzes Gesicht, dicke Jacke und ein Mütze auf. Trotzdem wurde uns, nachdem ich in die Sprechanlage „Auto Kaputt!“ sagte, geholfen. Der nette Herr rief bei einem Autobahnservice an.

Steyr 6890 "Loki"

Steyr 6890 “Loki”

30 Minuten später kam jemand, der sogar deutsch sprach. Er fand sofort heraus, dass wir gute Vorarbeit geleistet hatten und das Problem eben nicht vor Ort lösbar war.  Die Werkstatt war leider 36 km entfernt und wir bekamen zwischenzeitlich überhaupt keinen Gang mehr rein.

Mit brachialer Gewalt oder mit sehr viel Gefühl – das ist jetzt nicht mehr so ganz nachvollziehbar – bekamen wir erst den Rückwärts- und dann den 3. Gang rein. Mit 30km/h fuhren wir dann durch die polnische Nacht zur Werkstatt und übernachteten dort auf dem Hof.

Am nächsten Morgen fanden wir heraus, dass der Schaltfinger gebrochen war. Der wurde geschweißt und jetzt schaltet sich Loki besser als vorher.

Steyr 6890 "Loki"

Steyr 6890 “Loki”

Ein fader Nachgeschmack bleibt allerdings: Nach 2.000km Fahrt und der dritten Reparatur schwindet das Vertrauen in Loki, aber unsere Reparaturfertigkeiten wachsen.

Noch 150km bis Krakau.


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