Peking 1


Nach dem wir endlich Erenhot verlassen durften, geht es auf nach Peking.

Die Fahrt nach Peking

In der Gobi haben wir uns schon drauf gefreut: Chinesische Straßen. Wir kommen gut voran, nur diverse Mautstellen bremsen uns.

Wir passieren die grüne Gobi, die aufgrund von Regenfällen in den letzten Jahren nicht mehr wie eine Wüste aussieht.

Weiter geht es durch eine Geisterstadt. Neugebaute noch im Bau befindliche leere Häuser, eine zehnspurige leere Straße, Zeichen des chinesischen Wirtschaftswunders.

China, Bejing-7Mit Kohle beladene Trucks quälen sich vor uns die Straße hinauf. „Sie fahren nach Peking“, meint Toni. So wird der Energiehunger der Großstadt getilgt. Im September und Oktober kam es die letzten Jahre immer zu Megastaus von mehreren hundert Kilometern. Die Kohle für den Winter wird von der Mongolei in die Region Peking geschafft. Eine neugebaute Straße soll Abhilfe schaffen und die Staus vermeiden, meint Toni.

Die Chinesen im Allgemeinen sind freundlich und fotografieren uns immer, wo wir auftauchen – meist heimlich mit Ihren Handy’s. An Polizeikontrollen werden wir gestoppt, aber meist wird nur gelacht und man winkt uns freundlich durch.

Ca. 200km vor Peking erhebt sich eine riesige graue Glocke vor uns. Smok. Der Smok der Großstadt und der umliegenden Industriebetriebe.

Am zweiten Tag erreichen wir Peking.

Zeit für Entscheidungen

In Peking stehen wir leicht außerhalb auf einem Parkplatz. Es ist nett und ruhig.

Doch für den ersten Tag steht in unserer Gruppe eine schwere Entscheidung an. Die einzige Verbindungsstraße von Lhasa (Tibet) nach Kathmandu (Nepal) ist gesperrt. Am 4. August gab es hier einen Erdrutsch mit vielen Toten. Ein See hat sich gebildet. Wir schreiben eMails fragen nach. Die Straße wird voraussichtlich nie wieder befahrbar sein. Eine Umgehungsstraße ist in Arbeit. Aber niemand weiß genau, wann diese fertig sein könnte – vielleicht in einem, zwei oder drei Monaten. Aber das ist alles Spekulation. So wie die Route jetzt geplant ist, würden wir in Nepal direkt in einer Krisenregion stehen. Es gäbe kein Vor und Zurück auf unbestimmte Zeit. Schweren Herzens entscheidet sich die Gruppe die Route zu ändern. Wir reisen jetzt über Laos aus.

China, Bejing-14Nach der Entscheidung zieht es uns mit Verena und Benni erst mal ins bunt glitzernde Vergnügungsviertel der Stadt. Kneipenhopping ist angesagt. An einem See stehen Bars, Restaurants und an jeder Ecke wird Karaoke gesungen. Wir verpassen natürlich die letzte U-Bahn und stehen später noch vor einem verschlossenen Parkplatz. Ein 2,5m hoher Zaun trennt uns von unseren Autos. Es ist kein Nachtwächter weit und breit. Zum Glück ist es ein chinesischer Zaun und wir können die Stäbe auseinanderschieben und durchschlüpfen.

Verbotene Stadt und 798 Künstlerviertel

China, Bejing-25Was macht man als Tourist in Peking. Man geht in die Verbotene Stadt. Da in China Ferien sind, sind wir nicht allein. Am Eingang des Tianamen Platzes stehen wir bereits an der ersten Sicherheitsschleuse Schlange. Im Palast wird es auch nicht besser. Er ist wirklich beeindruckend, aber an diesem Tag etwas überlaufen.

Nach dem Besuch des Palastes geht es erst was Essen – chinesisch zur Abwechslung und dann weiter ins 798 Künstlerviertel. Wir gelangen mit U-Bahn und Bus dorthin. Im Künstlerviertel sind viele Bars, Cafe’s und viele Ateliers. Wir werden Zeugen eines Fotoshootings und bestaunen die Kunstwerke in den Ateliers.

China, Bejing-40Ein Straßenkünstler malt Landschaftsbilder nur mit seiner Hand. Das Ergebnis ist beeindruckend. Mal ein anderes Peking Souvenir.

Unser nächster Stopp ist die Chinesische Mauer.


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