Myanmar Wasserfestival


Technomusik, Bier, zehntausende von Menschen, alles tanzt, ist in ausgelassener Stimmung, Wasserkanonen schießen sich auf uns ein. Wir stehen auf einem Truck durchnässt. Nein wir sind nicht zu den besten Zeiten der Loveparade in Berlin. Wir sind in Asien in Myanmar genauer in Mandalay. Das Land ist im Ausnahmezustand: Jahreswechsel.

Myanmar Wasserfestival – Ein Land in Partystimmung

Es ist nun 10 Tage her, dass wir von Thailand aus die Grenze nach Myanmar überquert haben. Wir haben uns die beste Zeit für unsere Reise ausgesucht, den Jahreswechsel, die Urlaubszeit. Für zehn Tage ist das ganze Land auf den Beinen. Der eine fährt heim zu seiner Familie, andere nutzen die Zeit das eigene Land zu erkunden. Und wir sind mit Loki mittendrin.

Golden Rock

Das anfänglich doch eher ruhige und langsam auf uns wirkende Myanmar wird geschäftiger je näher wir den Feierlichkeiten zum Jahreswechsel kommen. Einen kleinen Vorgeschmack bekommen wir bei unserem ersten Stopp am Golden Rock.
Auf der Spitze des Berges neben dem buddhistischen Wahrzeichen feiern Leute ausgelassen. Familien, Mönche, Verkäufer sind auf dem Berg gekommen, um die Nacht dort zu verbringen. Eine ausgelassene, lustige Stimmung herrscht. Wir werden überall begrüßt und nach Fotos gefragt. Leider ist es Ausländer nicht erlaubt die Nacht in diesem Areal zu verbringen, so müssen wir die Szenerie zum Abend leider wieder verlassen.

Lake Inle

Die Stadt ist fast leer. Wir wollen unsere Wäsche waschen lassen. Bei zwei Shops werden wir abgewiesen. Die Besitzerin sei die nächsten vier Tage für das Wasserfestival, dem Jahreswechsel daheim. Es ist auch das erste Mal hier am See, wo wir andere Ausländer sehen. Ansonsten scheinen die Touristen kaum aufzufallen.
Bei unserer Abfahrt ist der erste Tag des Wasserfestivals, Kolonnen von Autos aus Yangoon nahen.

Bagan

Die Fahrt nach Bagan steht ganz im Zeichen des Wasserfestivals. Alle paar Kilometer tanzen ausgelassen die Leute auf der Straße. Es scheinen lange 280km zu werden. Von überall winkt man uns zu. Bei 40grad im Schatten und fehlender Klimaanlage fällt es uns schwer die Fenster zu schließen. Doch bereits nach ein paar Kilometern können wir nicht mehr. Zielsicher wurde unser Fahrerhaus mit Schläuchen und Wassereimern
geflutet.
Greg hat mit seinem Toyota auch noch eine Reifenpanne – direkt neben feiernden Leuten. Es dauert keine Minute und wir sind komplett durchnässt. Das schreit nach Revange, wir wässern zurück.
Spät am Abend wieder halbwegs trocken erreichen wir Bagan.

Mandalay

Am dritten Tag der Festlichkeiten zum Neujahr wir sind auf dem Weg nach Mandalay. Es zeichnet sich das gleiche Prozedere ab, wie die beiden Tage zuvor. Wir sind nass. Loki bekommt eine Wäsche nach der anderen. Sobald wir stoppen und das Fahrzeug verlassen, fließt das Wasser über uns. Keine Chance trocken zu bleiben.

Und jetzt sind wir in Mandalay. Hier steigt vier Tage lang die größte Party in Zentralmyanmar. Und wir sind am Abschlusstag dabei. Nein wir sind mittendrin. Alle paar hundert Meter um den Palast herum stehen Bühnen, auf Ihnen Leute mit Wasserschläuchen, Technomusik von allen Seiten. Auf offenen Pickups tanzen die Leute ausgelassen. Wir haben einen Pickup ergattert. Es scheinen alle Schläuche von der Bühne auf uns zu zielen. Der Wagen bewegt sich zentimeterweise vorwärts. Lange halten wir dem Druck des Wassers nicht stand und verlassen den Pickup schnell wieder. Das gesamte Wasser des Irrawaday scheint sich auf den Straßen der Stadt zu ergießen. Zum Teil bis einen halben Meter hoch steht das Wasser. Es ist der Wahnsinn, die ganze Stadt und die ganze Umgebung scheint hier versammelt. Wir haben keine Chance nur im Entferntesten daran zu denken unsere Sachen von der Sonne trocknen zu lassen. Sobald mal uns als Ausländer erkannt hat, begrüßt man uns freundlich, winkend und übergießt uns mit Wasser.

Die Tage nach dem Fest

Tags darauf verlassen wir Mandalay in Richtung Grenze.
Wir bekommen keine kalte Dusche mehr. Die Party ist vorbei. Doch noch immer grüßt man uns, lächelt uns an, die Kinder springen an der Straße auf und ab und rufen winkend „Hello“.

Wir durften für uns etwas Einmaliges erleben, das Wasserfestival in einem Land mit den freundlichsten Menschen, die wir getroffen haben.

 

Die Kosten unserer Fahrt durch Myanmar.

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