Leh Manali Highway


Wir sind bisher ca. 40.000km gefahren. Es ging durch die weiten Russlands, wir haben in der Mongolei festgesteckt und in Laos eine lange Nacht zwischen Erdrutschen verbracht. Jetzt sind wir in Nordwestindien und das nächste Abenteuer der Leh Manali Highway lieght vor uns. Wir haben schon einiges über die gefährlichsten Straßen der Welt gehört. Der Leh Manali Highway soll eine davon sein. Die Straße zählt jedenfalls zu den abenteuerlichsten und höchsten Straßen der Welt. Kann Loki die Strecke meistern?

Leh Manali Highway

Der Leh Manali Highway verbindet über 475km Manali und Leh. Die Straße zieht sich durch die Berge. Wir starten in Manali und müssen mehrere Pässe passieren:
Rohtang La (3.980m), Baralacha La (4.892m), Lachulung La (5.065m) and Tanglang La (5.360m).
Auf dieser Straße besteht immer das Risiko von Erdrutschen und der Höhenkrankheit.

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1. Juli Ankunft in Manali (2.000m), Genehmigung für die Strecke für den 3.Juli beantragen
2. Juli letzte Überprüfung der Autos
3. Juli Fahrt über den Rohtang La (3.980m)
4. Juli Akklimatisierung auf 3.100m
5. Juli Nachtanken in Tandi, durch Keylong, Stop im Jispa Camp (3.200m)
6. Juli EinTag Pause wegen eines Erdrutsches 25km vor uns
7. Juli Kurze Fahrt nach Zingzing Bar (3.900m)
8. Juli Über den Baralacha La (4.892m), Nachtlager auf 4.000m
9. Juli Über den Lachulung La (5.100m), Nachtlager auf 4.500m
10. Juli Über den 2.höchsten befahrbaren Pass der Welt den Tanglang La (5.360m)
11. Juli Ankunft in Leh (3.500m)

Manali

Die indische Regierung möchte den Verkehr auf dem Rohtang La begrenzen. Daher gibt es seit diesem Jahr Regularien. Man benötigt eine Genehmigung um den Pass zu befahren bzw. zu passieren. Die Anzahl der Autos ist auf 1.000 pro Tag begrenzt und es werden Gebühren fällig.
Wir wollen den Pass nur passieren und fallen nicht in die Regelung der 1.000 Fahrzeuge. Doch sind hinter dem Pass nur Dieselfahrzeuge jünger als 10Jahre erlaubt. Loki verjüngt sich. Mit einiger Hilfe von einem Mönch gelingt es uns schnell eine Genehmigung für die Fahrt nach Leh in zwei Tagen zu bekommen.
Der nächste Tag wird genutzt, um Loki ausgiebig zu checken und einen weiteren Service durchzuführen.

Rohtang La

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Auf Anraten von vielen setzen wir uns gegen 5Uhr in der Früh in Bewegung um den Rohtang La zu überqueren. Die Straße selbst ist gut. Eigentlich nicht besonders anspruchsvoll. Trotz der frühen Stunde herrscht schon etwas Verkehr. Als wir den Pass überqueren parken links und rechts der Straße bereits viele Ausflügler.
Später im Tagesverlauf wird der Pass fast unpassierbar wegen Tagesausflüglern, die aus Richtung Manali kommen.

Die Straßenverhältnisse auf der anderen Seite vom Pass ändern sich schlagartig. Von einer Straße kann man hier eigentlich nicht mehr reden. Es ist ein kleiner Vorgeschmack, was uns auf den nächsten Kilometern bis Leh erwartet.

Das Nachlager schlagen wir romantisch in einem Tal auf einer Wiese auf. Zwischen dem Fluss und einem kleinen Bach verbringen wir zwei Nächte zur Akklimatisierung (3100m).

Die anderen Pässe

Da das Gelände hier steil ansteigt, planen wir nur kleine Etappen. Die nächste Etappe bringt uns wieder in ein Tal in das Jispa Camp. Hier verbringen wir wieder zwei Tage. Vor uns blockiert ein Erdrutsch die Straße. Bei sonnigem Wetter schießen täglich Massen von Schmelzwasser die Straße herunter. Ständig sehen wir Bauarbeiter, die versuchen die Fahrspur zu retten.

Auf der nächsten Etappe von Jispa nach Zingzing Bar passieren wir mehrere dieser Wasserstellen. Zum Glück ist es noch Vormittag. Der Wasserspiegel kann zum Abend hin auf bis zu einem Meter ansteigen.
Unser Zielort Zingzing Bar entpuppt sich als drei Häuser und … ja das war es.
Die Nacht verbringen wir auf 4.000m bevor wir am nächsten Morgen den Barachala Pass mit knapp 4.900m überwinden wollen.

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Die Sonne scheint, die Wege sind schlecht. Wir kommen die Serpentinen nur langsam voran. Doch für den Aufstieg werden wir mit einer atemberaubenden Landschaft auf der anderen Seite des Passes entlohnt.
Wir sind jetzt über 4.000m. Die Nacht verbringen wir auf 4.200m.

Die Straßen im Gebirge sind deutlich schmaler geworden. Ausweichstellen sind knapp. Entgegenkommende LKW’s zwingen uns auf der schlechten Piste immer wieder zu waghalsigen Manövriermanövern. Neben der Straße geht es tief ins Tal hinunter. Die Piste ist zur Seite natürlich nicht gesichert.
An diesem Tag geht es erstmals über 5.000m. Der Lachulung La steht auf dem Plan. Auf knapp 5.100m und unzählige Serpentinen meistert Loki den Weg zur Spitze. Der Weg im Anschluss führt durch ein enges Tal. Der Fluss liegt gleich daneben. Es geht wieder leicht abwärts. Die Nacht verbringen wir in der Nähe eines der unzähligen Camps für indische Motorradtouristen in der Gegend. Wir sind jetzt auf 4.600m.
Am nächsten Tag steht der offiziell zweithöchste befahrbare Pass der Welt auf dem Plan – der Tanglang la mit 5.360km. Es sind ca. 80km bis dorthin. Bei den aktuellen Straßenverhältnissen für uns eine Ewigkeit. Doch überraschender Weise erreichen wir auf 4.800m ein Plateau mit exzellent ausgebauten Straßen. Wir kommen zügig voran. Bereits von weitem sehen wir die in den Berg gebauten Straßen zum Tanglang La. Loki läuft noch immer rund – gemütlich im dritten Gang mit ca. 25km/h schiebt er sich die Straße Richtung Tanglang La hoch.

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Hinter dem Pass beginnt für uns endlich Ladakh. Gompas soweit das Auge reicht. Bis Leh brauchen wir noch zwei Tage. Wir nehmen uns Zeit und besuchen die Buddhistischen Klöster (Gompas) links und rechts der Straße.

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Um ehrlich zu sein, haben wir uns am Anfang etwas Sorgen um uns und um Loki gemacht. Der Grund ist die Höhe, aber Insassen und Auto haben das schwierige Terrain und Höhe gut gemeistert.