Kiew – Maidan 1


Nach langer Suche verschlug es uns in Kiew das erste Mal und ungeplant in ein Hotel in das „Terra Nova“. Aufgrund der Fahrverbote für „Loki“ in Kiew mussten wir auf ein Hotel außerhalb an der Autobahn, aber in Reichweite der U-Bahn ausweichen.

Kiew – „Maidan“

Eingeplant hatten wir für Kiew vier Tage, da wir auch noch einige Sachen zu erledigen hatten. Durch die Suche nach einer Unterkunft war bereits ein Tag verstrichen.
Nach einer weiteren Nacht im „Terra Nova“ fuhren wir in die Innenstadt. Es war unsere einzige Nacht dort, da das Hotel am nächsten Tag ausgebucht war. Leider durften wir auch keine weitere Nacht auf dem Parkplatz übernachten.
Auf ging es also in die Innenstadt.
KIEW-4Das U-Bahn System ist einfach zu verstehen. Man kauft sich einen Chip für 2 Hrywnja (ca. 13Cent) und kann fahren so lange man will. Kein Vergleich mit dem komplizierten Münchener Verkehrssystems. Wir fuhren in Richtung „Maidan“ und stiegen dort aus der U-Bahn.
Nach den Tagen mit Pferdekutschen auf der Autobahn zeigte sich hier ein anderes Bild. Es standen noch immer die Barrikaden vom Sturz von Janukowitsch im Februar diesen Jahres.
Teilweise wurde begonnen die Pflastersteine wieder einzusetzen, aber die Barrikaden aus Reifen, Pflastersteinen und sonstigem standen noch. Die Autos und Menschen suchten sich einen Weg um die Barrikaden herum. KIEW-8Weiter unten auf dem Maidan- Platz standen noch die Zelte und eine Bühne. Die Szenerie glich eher einem Volksfest als einer blutigen „Revolution“. Vor der Bühne versuchten verkleidete Personen Geld gegen Fotos zu erhaschen. Wir waren tiefbeeindruckt.
Plötzlich sahen wir schwarz gekleidete Männer mit Irokesenschnitt und bewaffnet mit einem Baseballschläger, die auf dem Platz patrouillierten. Ein mulmiges Gefühl stieg in uns auf.
Wir gingen zur Bank um unseren Bargeldbestand nach der Reparatur in Polen wieder aufzustocken. Dann noch kurz auf einen Berg in der Nähe des „Maidan“. Hier sah alles friedlich aus und nichts erinnerte an die Szenerie zuvor. Bei einem Blick über Kiew und die Dnepr fingen wir an die Eindrücke zu verarbeiten.KIEW-17

Dann ging es wieder zurück zum „Loki“ und weiter Richtung russische Grenze.


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