Kambodscha Südostasien 2007


Übernächtigt kam ich in Kambodscha (Airport Siem Reap) an. Die Grenzmodalitäten am Flughafen erwiesen sich als unproblematisch. Auch die „Suche“ nach einer Unterkunft gestaltete sich einfach. Vom Flughafen führte der Weg mit dem Motobike auf einer gut ausgebauten Straße vorbei an Luxushotels und Baustellen in mein Guesthouse für die nächsten Tage.

Siem Reap (Kambodscha) – die Tempel von Angkor Wat.

Als Zeugnisse einer alten Zivilisation, für die Ewigkeit gebaut…

Tempel bei Siem ReapMenschenleere Tempel in Angkor-2
Beim Betreten von Ta Phrom wohl eines der bekanntesten Tempel (aus Tomb Raider) stellt sich einem unweigerlich die Frage, wie sich die ersten Entdecker hier gefühlt haben. Der Tempel überwuchert von Pflanzen, die Mauern unter den mächtigen Wurzeln der Bäume gewichen. Menschenleer – na gut fast, ab und zu verirren sich ein bis zwei Gruppen Japaner, Deutsche, Koreaner, Franzosen usw. in den Tempel. Ungeachtet dessen sprang ich von Stein zu Stein in der Hoffnung, ein unberührten Fleck Natur zu finden. Ich versuchte vom Einsturz gefährdete Mauern zu stabilisieren. Später traf ich sogar noch Nachfahren der Tempelbesitzer. Ich durfte sogar einem von Ihnen die Hand schütteln.

Nach den Tagen in Siem Reap ging es dann weiter mit dem Speedboat über den Tonle Sap nach Phnom Penh…

Guesthouse Phnom Penh-2
Ausblick Guesthouse Phnom Penh-2
Nach dem wir einige große Pfützen und Seen überwunden hatten, gelangten wir schon zu unserem Guesthouse. Im Zimmer erwarteten uns ein paar ausgehungerte Moskitos. Aber der Blick von der Terrasse entschädigte für alles.

S21 und Killing Fields – Phnom Penh (Kambodscha)

Um Kambodscha etwas zu verstehen, ist der Besuch von S21 und den Killing Fields Pflicht. Ein Land, die Leute geprägt von der Geschichte des Pol Pot Regimes in den 70er Jahren. Empfehlen kann ich hier das Buch von Manfred Rohde „Abschied von den Killing Fields – Kambodschas langer Weg in die Normalität“. Es verdeutlicht in meinen Augen, die Perversion und von politischen Interessen getriebene Außenpolitik…. Den Abend verbrachte ich damit, die gewonnenen Einblicke in einen der dunkelsten Phasen der Geschichte Kambodschas zu sortieren…an ein Verarbeiten der Eindrücke war noch nicht zu denken.

Olympiaschwimmbad und das Water Festival

Olympiaschwimmbad
Am nächsten Tag zog es mich – getrieben von etwas sportlichem Ehrgeiz – in die Olympiaschwimmbad von Phnom Penh. Gelegen im alten Olympiazentrum  – hier fand aber nie eine Olympiade statt – man sah ihm das Alter an, aber Outdoor und ganz nett.
Im Schwimmbad schienen nur Kinder zu spielen. Nach dem ich den üblichen Ausländerpreis – One Dollar – am Eingang bezahlt hatte, ging es ins Wasser. Von links und rechts wurde ich beschaut, versucht anzufassen und hörte: “Hello, What’s your name?”
In Phnom Penh war in diesen Tagen des Water-Festival – der offizielle Abschied von der Regenzeit. 3 Millionen Besucher erwartete die Stadt, ein Chaos kann ich Euch sagen. Aber das auszuführen, sprengt jetzt den Rahmen.

Sihanoukville (Kambodscha)

Aufgrund der wegen des Water-Festivals geschlossenen Botschaften und des notwendigen Visum für Laos, zog es mich dann erst mal ein paar Tage an den Strand von Sihanoukville.
Sihanoukville empfand ich einerseits als „Mallorca“ Kambodschas (wenn man das Vergleichen darf) – andererseits ein Überbleibsel der alten Aussteigergeneration, die aus Thailand herüberschwappte. Ich blieb bei letztgenannten.
WerkstattAm zweiten Tag wollten wir dem Ruf des Reiseführers folgen und einen ruhigen Strand im Norden der Stadt erkunden.
Das Wasser traumhaft! Strand? Gab es aber nicht und das was man hätte Strand nennen können, war über und über mit Müll… Soviel zu Insidertipps aus Reiseführern. Ok, wir also zurück zu einem anderen Strand, und was dann kam…würde mal sagen “Shit happens”
Der Hinterreifen war platt. Da standen wir nun fern von jeder Zivilisation bei 35 Grad im Schatten.
Es dauerte einige Zeit bis jemand auf der Straße vorbeikam und uns zum nächsten Dorf mitnahm. Dort ging es dann ganz schnell. Für fünf Dollar gab es einen neuen Schlauch und die Fahrt ging weiter zum Strand.

In Schlafanzügen herumlaufen – bald auch Mode in Deutschland?

Ein Modetrend, der sich hier in Kambodscha zu etablieren scheint, ist das Herumlaufen in Schlafanzügen.
Überall ist es zu beobachten. Erst dachte es beschränkt sich nur auf kleine Kinder, die gleich wieder ins Bett sollen, aber immer mehr Erwachsene springen auf den Trend auf. In letzter Zeit ist hier ein deutlicher Anzug der Schalfanzugpreise zu beobachten. Ich hoffe, ich bekomme noch günstig einen, man will ja nicht auffallen.

Zurück in Phnom Penh (Kambodscha)

Nach dem verlängerten Wochenende in Sihanoukville zog es mich zurück nach Phnom Penh. In freudiger Erwartung meines Visums für Laos, schlenderte ich am ersten Tag ein bisl durch die Stadt.
Am Abend – ich glaube es war ein Dienstag – wurde ich von der Nachricht überrascht, dass die Botschaft etwas Wichtigeres zu tun hatte, als mir ein Visum auszustellen. Sauerei – aber alles hat einen Sinn. Also noch ein Tag mehr Phnom Penh. Weiter die Stadt erkunden, relaxen, Zeitunglesen, Hängematte, Travellergeschichten austauschen, schlafen und voller Optimismus den Bus für Donnerstag buchen.
Aber erstens alles kommt anders und zweitens als man denkt. Am Nachmittag 40 Fieber – wird wohl nichts mit der Weiterfahrt morgen. Auf zum Arzt – n bisl Antibiotika, viel Schlaf und am Donnerstag sah die Welt schon wieder anders oder ich halt besser aus.

Auf nach Laos

Freitag ging es dann endlich mit 5taegiger Verspätung Richtung Laos. Im Guesthouse hatte ich noch Carmen (Südafrikanerin, österreichischer Pass in London lebend) getroffen. Sie hatte die gleiche Richtung.
Freitag dann erst auf nach Kratie, Süßwasserdelfine anschauen. Dolphin WatchingAbends trafen Carmen und ich noch auf Paul (englischer, australischer Pass 57,5 Jahre alt, retired, Motto: „Travelling is cheaper then living in London“). Für ihn ging es auch weiter nach Laos – Don Det genauer.

Grenze Kambodscha-Laos: Camping im Niemandsland?

Am nächsten Morgen wurden wir alle pünktlich um 6:30Uhr vorm Hotel abgeholt. Nach längerer Fahrt und weiteren Stopps vor anderen Hotels kamen wir gegen 8Uhr direkt hinter unserem Hotel wieder an. Dort fuhr der Bus, aber erst um 10Uhr. Naja, nächstes Mal sollte ich vielleicht doch im Vorfeld den den Busbahnhof suchen und dann kann ich länger schlafen.
Die Fahrt Richtung Laos führte uns in unserem überladenen Minibus über eine gut ausgebaute Straße in Richtung Norden. Kurz vor einer Brücke – sah fertig gestellt aus – mussten wir auf die Fähre wechseln, um den Mekong zu überqueren. Wieder im Bus – ein anderer – und wir gelangten bald an die Grenze zu Laos. Auf der kambodschanischen Seite hieß es ein Dollar…warum fragten wir uns, heute ist Sonntag sagte der Beamte…war es aber nicht. Nach längerer Diskussion erhielten wir unseren Stempel und durften ohne einen USD zu zahlen passieren. Auf der anderen Seite das gleiche Spiel…mit dem Unterschied, wir müssen einreisen, nach Kambodscha geht es so nicht zurück – zwangsläufig hatten wir die Wahl, einen USD zu zahlen oder im Niemandsland zu übernachten. – Ok im Ergebnis einfach…wir schlugen unser Zelt auf! Nein, wir bezahlten einen USD pro Person.

 

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