Grenze Mongolei China Erenhot 2


Nach unseren Irrungen durch die Gobi müssen wir uns beeilen, um an die Grenze Mongolei China Erenhot zu kommen.

Grenze Mongolei China Erenhot

Wir sind noch in Dalagazad und uns stehen zwei Wege offen: 350km quer durch die Gobi, Sanddünen, Sumpf, und Geröll ohne befestigte Straße oder über Ulan-Bator ca. 1.200km, aber mit zeitweise mit bestätigter Teerstraße. Wir fahren über Ulan-Bator und sind überrascht: Bis auf die ersten Kilometer hinter Dalagazad, wo die Teerstraße noch nicht ganz fertig ist, ist der Weg zur Grenze komplett geteert. Wir schaffen es in zwei Tagen.

Vor der Grenze haben wir dann noch Zeit die Gobispuren bei Loki zu beseitigen. Im Ölluftfilter hängt eine Sandschicht von fast 1cm, wobei wir alles erst vor 1.500km gereinigt und gewechselt haben. Der Gobisand ist fein und hängt überall. Das Öl beim Ölwechsel tropft trotz warmen Motors nur zäh heraus. Ein Mongole, der uns geholfen hat, Öl zu organisieren, lädt uns dann noch zum Essen ein. In seiner Wohnung werden mongolischer Alkohol und viele mongolische Leckereien serviert. Es wird immer mehr aufgetischt. Als eine große Platte mit gefüllten Innereien in Form einer Schlachterplatte kommt, fliehen wir. Das ist zu viel für unsere Mägen und Geschmacksnerven.

Grenze Mongolei

Am nächsten Tag geht es zur Grenze. Wieder werden wir mit Geldforderungen konfrontiert, die wir nicht nachvollziehen können: 5.000Tugrik (2EUR) für ??? und 300Yuan (50USD) für ??? Die Mongolen können es auch nicht begründen, also wollen wir nicht zahlen. Die 5.000Tugrik fallen unter den Tisch, aus den 50 USD werden 20USD. Aber die Quittung wird auf 150Yuan ausgestellt und wir sollen in USD zahlen. Irgendwas stimmt da nicht. Wir versuchen die Sache auszusitzen. Doch die Mongolen werden wieder rabiat und versuchen uns die Pässe zu entreißen. Wir zahlen und gelangen an die Grenze.
Hier geht alles eigentlich einfach und schnell. Der Passierschein A38 wird mehrfach gestempelt, das Auto begutachtet und raus sind wir. Naja, nicht ganz so einfach. Wir müssen uns immer wieder gegen Mongolen behaupten, die sich versuchen vorne in die Schlange zu stellen. Aber wir haben es schon schlimmer erlebt.

Grenze Mongolei China Erenhot

An der chinesischen Grenze scheint die Welt eine andere zu sein. Sogar die Mongolen stehen in einer Reihe. Wir treffen gleich Toni unseren Reiseleiter und alles scheint schnell zu gehen. Die Chinesen haben unsere Unterlagen, ein bis zwei Beamte führen uns von Schalter zu Schalter und kontrollieren die Autos. Nach einer Stunde sind wir fertig, oder doch nicht? China, Erenhot-3Ein Beamter entdeckt bei Suri 2 eine Weltkarte, eine politische. Diese muss ab. Anscheinend sind die chinesischen Grenzen nicht „exakt“ dargestellt. Walter und Ruth weigern sich ihre liebevoll befestigten Karten mit Ihren vorherigen Reiserouten zu entfernen. Nach einiger Diskussion schneidet Walter China einfach aus. Schweren Herzens genügt das den Beamten. Also können wir jetzt fahren.
Nein. Toni sagt uns, die Formalitäten sind noch nicht erledigt und wir müssen die Autos eine Nacht an der Grenze stehen lassen. Wir selbst dürfen aber ohne Autos einreisen und übernachten im Hotel.
Am nächsten Morgen – wir hatten etwas lange die Stadt erkundet und gefeiert – wartet Toni bereits mit unseren chinesischen Führerscheinen. Die Autos können wir noch nicht holen. Die Chinesen verlangen eine höhere Sicherheitsleistung (Die Agentur überweist das Geld). Nach der Mittagspause (11:30Uhr bis 15Uhr) ist es dann soweit. Wir dürfen unsere Autos holen, aber leider noch nicht weiterfahren. Die örtliche Polizei muss die Fahrzeuge noch freigeben und braucht unseren TÜV-Bericht – natürlich auf Chinesisch. Die Agentur muss ran. Am nächsten Tag ist es dann soweit. Nach zwei Tagen Grenzformalitäten fahren wir in Richtung Peking:
Mit dabei
Gaby und Christian auf Ihren Mercedes Rundhauber
Verena und Benni auf Ihrem VW-Bus
Ruth und Walter auf Ihrem Toyota


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