Grenze Altanbulag Kjachta 1


„Ahhh, das ist zum Haare raufen“. Wir stehen an der mongolischen Grenze in Altanbulag. Es grenzt schon fast an Arbeitsverweigerung auf der mongolischen Seite.

Border Altanbulag Mongolia

Border Altanbulag Mongolia

 

Grenzübergang Altanbulag-Kjachta

 

Durch unseren „Urlaub“ am Baikalsee verlassen wir die Mongolei kurz. Im Norden gibt es auch nur einen Grenzübergang, der Autoreisenden zur Verfügung steht.

Nach unseren positiven Erfahrungen mit der mongolischen Grenze in der Westmongolei stellen wir uns auf einen entspannten Grenzübertritt ein.

 

Grenze Mongolei-Russland – Passierschein A38

Der Grenzübergang ist quasi leer. Es sind an der Grenze Altanbulag nur vier Autos vor uns und zwei bereits in der Abfertigung. Vor der Einfahrt fragen wir mehrfach nach dem Laufzettel („Passierschein A38“) für die Fahrzeugabfertigung. „Den gibt es im Hauptgebäude“ heißt es.

Ein Mongole fährt plötzlich an der Schlange vorbei und stellt sich vor das Tor. Die Grenzbeamten bitten ihn wieder nach hinten zu fahren und sich anzustellen, wie alle halt. Er weigert sich. Ein höherer Beamter nach dem anderen wird gerufen und redet auf den Fahrer und dessen Frau ein. Sie bewegen sich nicht. Über 90 Minuten dauert die Diskussion. Es hätte so schön schnell gehen können.

Plötzlich leiten die Beamten die wartenden Autos über die Ausfahrt auf das Gelände. Der drängelnde Mongole setzt zurück und will auch dort durch. Das Tor schließt sich. In der Zwischenzeit stehen wir vor der regulären Einfahrt. Der Drängler steht jetzt hinter uns. Die Beamten öffnen uns das Tor. Die Frau des Mongolen steigt auch aus und schiebt das Tor mit Schwung zurück, so dass es aus den Angeln fällt.

Wir fahren durch, der Drängler auch und fährt hupend hinter uns vor bis zur Abfertigung. Wir wären alle schon dreimal durch die Grenze gewesen, hätte der Idiot sich einfach hinten angestellt.

Im Gebäude geht es schnell. Nur ich werde nach dem „Passierschein A38“ gefragt. Ich habe diesen nicht. Den gibt es bei der Einfahrt, heißt es. Ok, ich laufe wieder zurück. Niemand fühlt sich aber dort verantwortlich und so begebe ich mich wieder ins Hauptgebäude ohne „Passierschein A38“. Die nette Frau am Schalter geht dann mit mir gemeinsam vor. Aber es fühlt sich noch immer niemand zuständig. Die nette Frau vom Hauptgebäude nimmt sich den „Passierschein A38“ und jetzt geht es schnell. Ich sammle die fünf Stempel und wir sind raus. Auf der russischen Seite geht alles einfach und unkompliziert. Hinter der Grenze warten bereits Verena und Benni mit einem kalten Bier auf uns.

 

Grenze Russland-Mongolei

Wir sind wieder zurück vom Baikalsee. Auf russischer Seite geht alles wieder total schnell und einfach. Auf der mongolischen Seite erhalten wir den „Passierschein A38“. Die Schalterbeamten sitzen für die Stempel auch alle dort. Der erste Stempel – ohh der nächste Schalter ist leer – Pause. So geht es weiter. Wir haben irgendwann alle Stempel. Jetzt fehlt nur noch die Einfuhrbestätigung für Loki. „Das braucht Ihr nicht“, heißt es. Wirklich? Das wäre uns neu. Ich versuche die Bestätigung zu erhalten. Der Vertretung im Senior Custom Office scheint es aber zu viel Arbeit zu sein. Nach 15 Minuten bin ich irgendwie auf 180. Astrid versucht ihr Glück. Beharrlich und ausdauernd macht sie der Beamtin klar, dass sie erst geht, wenn sie den Zettel hat. Eine Stunde dauert es, dann haben wir ihn endlich. Es geht doch.

Raus aus der Grenze. Es steht noch eine Schranke vor uns. Diese öffnet sich erst, wenn wir eine Versicherung abschließen. Wir haben noch eine Versicherung von unserer ersten Einreise. Der Beamte schaut etwas verdutzt, aber es passt. Jetzt wird noch eine Steuer – von 10.000 Tugrik für was auch immer fällig. Im westen der Mongolei haben wir dieses nicht gezahlt. Aber ohne die 10.000Tugrik öffnet sich die Schranke nicht. Wir zahlen. Endlich sind wir wieder in der Mongolei.


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