Autofahren Mongolei 2


Wir sind jetzt im Sommer 2014 mit unserem Steyr 680 „Loki“ ca. 5.500km durch die Mongolei gefahren. Wir haben im Vorfeld kaum brauchbare Informationen gefunden. Hier eine kleine Empfehlung für das Autofahren Mongolei.

Autofahren Mongolei

Die Mongolei entwickelt sich rasant. Einträge, die wir im Internet gefunden haben, waren meist veraltet. Hier eine kleine Übersicht zu ausgewählten “Vorurteilen” bzw. “Erwartungen”, die wir an das Autofahren Mongolei hatten.

Dieselknappheit

Stimmt nicht. Überall auf der Reise haben wir Tankstellen gefunden. In den großen Aimac-Zentren (auch auf der Südroute) stapeln sich die Tankstellen. Diesel gab es für uns nur nicht, wenn der Tankwärter schlief und nicht wach zu kriegen war. Wir konnten sogar oft mit Kreditkarte zahlen. Wenn man nicht zu sehr weg von den Hauptrouten will, ist eine Reichweite von 600km ausreichend.

Keine Teerstraßen

South route-13In der Mongolei wird an jeder Ecke gebaut. Insbesondere um Ulan-Bator herum sind die Straßen sehr gut ausgebaut. Ein Offroad-Feeling kommt hier nicht mehr auf. Eine Auflistung der von uns gefahrenen und asphaltierten Strecken findet Ihr weiter unten. Viele Teerstraßen sind auf einer Trasse gebaut und haben einen steilen Böschungswinkel mit einem Graben
(Wasserablauf) davor. Es gibt nichts deprimierendes, wenn man sich Tage durch Schlamm, Sand, Flüsse, über Wellblechpisten gequält hat und neben Dir die Autos auf einer geteerten Straße vorbeifahren und man nicht drauf fahren kann.

Tiere auf der FahrbahnSouth route-42

Nehmt Euch vor Pferden und Schafen in Acht. Die laufen einem noch ins Fahrzeug rein. Kühe und Ziegen warten meist ganz brav am Straßenrand. Kamele schauen einen im Vorbeifahren lustig an.

 Einfach einen Mongolen fragen – der kennt den Weg

South route-33

Er kennt den Weg nicht. Er weiß aber die Himmelsrichtung und sucht sich dann einen Weg. Jedenfalls erhielten wir die Antwort, in diese Himmelsrichtung in ca. 90% der Fälle. Es gibt in der Mongolei nicht den Weg. Es gibt viele Wege oder manchmal doch nur einen, der fahrbar ist. Das führt dazu, dass der Mongole sein Auto auch gerne festfährt. Dann wird es freigeschaufelt, oder rausgeschoben und es geht weiter.

Zum Teil beobachten die Mongolen(LKW’s) auch den Verkehr und entscheiden dann, welche Piste sie nehmen. Wir haben eine halbe Stunde an einem Fluss an einem Fluss gegenübergestanden. Jeder wollte sehen, welche Route der andere nimmt.
Mongolen fahren auch gerne nachts.

Viele USD zum Wechseln einpacken

Das ist komplett unnötig. Mit einer gängigen Kreditkarte, kann man zumindest in den Aimac-Zentren an Geldautomaten Geld abheben. Die werden auch nicht akzeptiert und müssen eingetauscht werden.

Karten und GPS-Navigation

mongolia Altai-14

Zum Teil – besonders wenn es neue Teerstraßen gibt – könnt Ihr die Karten und Navigationsgeräte in die Tonne hauen. Sie bieten nur einen Ansatzpunkt (Himmelsrichtung). In Abhängigkeit vom Wetter und der Jahreszeit können Euch die Navigationsgeräte auch in den nächsten Sumpf schicken. Am besten den Verkehr beobachten. Wer auf Nummer sicher gehen will: Auf LKW’s achten.

 

 

Keine Internetverbindung

Wir haben uns sofort eine Telefonkarte mit 1GB Datenvolumen für 12.000Tugrik (ca. 5EUR) gekauft. Und wir hatten zum Teil noch in der Gobi Internet. In den Aimac-Zentren und drum herum, hatten wir sogar H+

Mongolen sind freundlich und geben uns immer Lichthupe oder Hupen laut beim Überholen

Naja, das hat Nichts mit Freundlichkeit zu tun. Auch ist es kein Hinweis, dass etwas an unserem Auto kaputt ist. Sie haben einfach nur Angst, dass man sie übersieht.

Übersicht von uns befahrenen Teerstraßen

Südroute – West-Mongolei – nach Ulan-Bator
Grenze Richtung Ölgii –im Bau, teilweise geteert
Ölgii Richtung Khovd – ca. 70km geteert
Khovd Richtung Altai – ca. 180km geteert
Altai-Bayankhongor – ca. 120km geteert
Bayankhongor – Ulan-Bator – komplett geteert

Nord-Süd-Routen
Grenze Russland – Ulan-Bator – komplett geteert
Ulan-Bator – Mandal-Govi – Dalangazad – Yoliin Am – fast komplett geteert, nach Mandal-Govi noch zum Teil Baustellen
Ulan-Bator – Sainshand – Grenze China komplett geteert


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